Teil 1: Heyersumer Ortsgeschichte Bd. II / Heyersum in Bildern – Sammlung Puhrsch –

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Heyersum, im März1984

Am 2. Mai 1979 beschloß der Ortsrat Heyersum, einen innerörtlichen Fotowettbewerb „Unser Dorf“ durchzuführen.

Mit besonderer Freude konnte ich verfolgen, daß sehr viele wertvolle Bilder eingereicht wurden. Allen Beteiligten gilt hierfür mein herzlicher Dank.

Somit konnte eine über 100jährige Entwicklung von Heyersum (1880-1983) in dieser Fotochronik aufgezeigt und festgehalten werden.
Meine besondere Anerkennung gilt dem Archivpfleger, Herrn Gerhard Puhrsch, für das mühevolle Zusammenstellen und Beschriften der Bilder.

Der Ortsrat Heyersum hat am 27. Oktober 1983 die Ausgabe dieser Fotochronik beschlossen. Sicher wird dieses Werk nach einigen Jahren durch eine Ergänzungsauflage weiter vervollständigt werden müssen, wobei auch die Entwicklung des Neubaugebietes „ImKreuzfeld“ enthalten sein wird.

Deshalb darf ich Sie herzlich bitten, erhaltenswerte Bilder zur Herstellung eines Abdrucks schon jetzt zur Verfügung zu stellen.

Ich wünsche Ihnen allen viel Freude an der Heyersumer Fotochronik.

(Fiolka)
Ortsbürgermeister

Das Fotografieren gibt es seit 1871 auf Platten und seit 1887 auf Filmen.
Das älteste Foto aus Heyersum kann also aus dem Jahre 1880 stammen; denn einige Jahre vergehen erfahrungsgemäß, bis eine neue Erfindung sich durchsetzt und ausbreitet. Und so ist es auch. Das älteste uns vorliegende Foto ist aus dem Jahre 1880. Es ist eine Schüleraufnahme. Es folgt die herrliche Aufnahme des Kegelklubs „Herold“ vom 9.5.1893. Beide Aufnahmen bekommen einen Ehrenplatz und sind auf den folgenden Seiten abgebildet.

Die nun für eine breite Öffentlichkeit zugänglichen Bilder zeigen 100 Jahre Leben in Heyersum. Es ist erfreulich, daß mit der Zeit immer mehr interessante Aufnahmen hervorkamen. Wer noch alte Fotos von allgemeinem Interesse hat, soll sie für einen späteren Ergänzungsdruck zur Verfügung stellen. Wer sein Haus vermißt, soll nicht böse sein.

Besonders beachtenswert sind Bilderreihen, die die Veränderung von Häusern im Laufe der vielen Jahre zeigen. Es gereicht den Heyersumer Hauseigentümern zur Ehre, daß die Gebäude meist in einem sichtbar besseren Zustand als früher sind.

Wenn dieser Bilderband gern zur Hand genommen wird und wenn er Unwiederbringliches bewahrt, dann hat er einen guten Zweck erfüllt.

(Puhrsch)
Archivpfleger

 

Kegelklub „Herold“ mit den Herren: Wilhelm Friedhof (der damalige Windmüller), Gustav Freise, Fritz Hamelmann, Fritz Dralle, Wilhelm Kese (Mahlerten), Ernst Schnabel und Gesemann (Malilerten) mit Sonntagshut.

 

UnserDorf

Heyersum war selbständige Gemeindeim Landkreis Alfeld bis zum 1.3.1974. Danach wurden wir Ortsteil der  GemeindeNordstem men im Landkreis Hildesheim.

DieseVeränderung ist auf 2 Photos des Ortsschildes am Dorfeingang von Nordstemmen kommend festgehalten.

bis1974

 

ab1974

 

Das „alte Dorf ist hier auf einem Luftbild von 1938 zu erkennen.

Diesem Haus folgen GronauerStr.4 (Oppermann -Bartels), dahinter Nr.10 (Schnabel-Schulze-Warneke) und Nr. 14 (Baubetrieb Maurermeister Schulze).

Am Ortseingang bei der Bundesstraße 1 steht dieses Haus. Es war Gemeindeeigentum. 1940-44 war darin der Ern tekindergarten untergebracht, danach wohnte dort der Gemeindearbeiter Piontek. Im Stall stand der Gemeindeziegenbock. In einem kleinen Anbau konnten Durchziehende übernachten.

Was für Berliner Kurfürstendamm, ist fürHeyersum die Gronauer Straße. Sie verbindet unseren Dom und das Einkaufszentrum. Hier in der Mitte das alte ..Leutehaus“, das zum Hof Ohlmer gehört, bewohnt von Farm.Schulz.

Daneben liegt der Hof Ohlmer. ImBesitz
der Familieseit 1841. DieMauer wurde gezogen,als vor langer Zeit die Straße verbreitert und befestigt wurde.Das Haus wurde 1812 erbaut.

In der Dorfmitte liegen 3 Bauernhöfe. (Aufnahmen 1983)Hier zunächst Schökel-Neufeldt im Besitz der Familie seit etwa 1800.

Der Hof Klages liegt „ImWinkel“, heute Hofstraße. Er ist im Besitz der Familie seit1853.

Um Platz für eine Begradigung der Straße und eine bessere Sicht zu erlangen, wurde dasGrundstück vom Landkreis aufgekauft und das Haus 1981 abgerissen.
1982 wurde die Kurve begradigt und 1983 ein neues Haus errichtet.

In der Kurve steht das Haus Gronauer Str.35,37,39. Es gehört zum Hof Bauermeister-Hunger und enthält 3 Wohnungen für Landarbeiter desHofes.

Das Haus Gronauer Str.34. Es gehört der Familie Weegen-Risch. Ein Stall gehörte früher zu jedem Haus. Heute hat es eine Veranda.

Das Feuerwehrhaus 1962 nach Fertigstellung vor der Bepflanzung. Unter dem Platz davor befindet sich der große unterirdischeLöschwasserbehälter.

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Richtefest des Feuerwehrgerätehauses, das 1960 in Eigenarbeit der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Heyersum erbaut wurde.

EinPhotovon198

Das Feuerwehrgerätehaus 1983. Daneben die Sirene, die vorher auf dem alten Lehrerhaus war und nach dessen Abriß 1981 auf einen Masten umgesetzt wurde.

Links ist auch die Telefonzelle zu sehen.

Der Leegenteich.
Hinter den Bäumen liegen heute dieHäuser Auf der Leege 1 und 3. DerWeg ist die heutige Straße „AufderLeege“. Der Teich wurde etwa 1954 zugeschüttet und zu einem unterirdischen Löschwasserbehälter umgewandelt. Gespeist wurde der Teich und wird der Behälter noch heute von einerQuelle neben dem Gemeindebüro. Rechts im Hintergrund ist die alte Feldscheune zu erkennen.

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Blick auf das Haus Gronauer Str.38 während des Baues 1960. Es war bis 1981 neues Lehrerhaus. Zu beachten rechts die großeWeide auf der Stelle, wo früher der Leegenteich war und heute das Feuerwehrgerätehaus steht.

Was ist in der Kirche los?

Ortsheimatpflege und Kirchenvorstand November 2016

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Was ist in der Kirche los?

Das ist eine berechtigte Frage, die derzeit im Ort die Runde macht.

Es soll kurz versucht werden, Antworten zum Thema zu geben und dieses mit einigen Bildern zu ergänzen.

U nsere Kirche hat in den letzten Jahren einige bedeutsame Restaurierungen erfahren.

Es begann mit der Veränderung des Altarraumes 1953. Im Zuge der Außensanierung des Putzes 1999 wurde auch das Turmdach neu eingedeckt, eine neue Spitze aufgesetzt und schadhafte Stellen am Turm erneuert.

2014 wurde die Orgel erneuert. 2015 wurden die Glocken ausgebaut und in einem aufwändigen Verfahren von innen neu beschichtet.

Nachdem dieses abgeschlossen war, wurde im Innenraum der Putz schadhaft. Gleichzeitig bestand das Erfordernis, die Heizung auszutauschen. Hintergrund dazu war der Zustand der Orgel, die nach der Überholung nur einen Anstieg der Umgebungstemperatur um 1°C pro Stunde zuließ. Der Kirchenvorstand entschloss sich, die Sanierung unter einem hohen Anteil von Eigenleistung umzusetzen. Es war beabsichtigt, den schadhaften Innenputz zu entfernen, neue Zuleitungen zu verlegen und die Elektroheizung zu erneuern.

Hierzu wurden einige freiwillige Helfer aus der Gemeinde gewonnen, so auch Fachleute für die Elektroinstallation und die Bausanierung. Ziel war es, bis Weihnachten den Neueinbau der Heizung sowie die Sanierung abzuschließen.

Mitte September wurde die Kirche vollständig ausgeräumt, die Orgel abgedeckt (gen. Schutzeinhausung) und der Gottesdienstbetrieb innerhalb der Kirche eingestellt.

N achdem der schadhafte Innenputz entfernt worden war, fand man unter dem Putz eine sogenannte Sperrschicht, die vermutlich in den 50er Jahren gegen ein- dringende Feuchtigkeit angebracht worden war. Zu alledem wurde im Altarraum an den Innenwänden Inertol (Dichtmasse auf Teerbasis) gefunden. –(eine bautechnische Hochsünde)

Nach fachlicher Diskussion wurde entschieden, das Mauerwerk vollständig von Inertol bzw. der Sperrschicht zu befreien.

Es begannen langwierige Stemmarbeiten, die gegenwärtig auch noch nicht vollkommen abgeschlossen sind.

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